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Entstehung

Die bewaldeten Hügel von Verkiai mit den Namen Golgothasberg, Marienberg, Zionsberg und Ölberg, das Flüsschen Cedron, welches an den durch Jerusalem fliessenden Fluss erinnerte, passten ideal für die Errichtung der Kalvarien. Die erste hölzerne Kirche und die Kapellen wurden im Jahre 1669 gebaut. Nach den Überlieferungen soll schon am 11. April 1664, am Karfreitag, der Bischof selbst die Prozession aus Vilnius nach Verkiai geleitet haben. Nach dem Tod des Bischofs Jerzy Biallozar kümmerte sich um den Bau der Kalvarien sein Nachfolger Bischof Aleksander Sapiega. 1668 hat er die Dominikaner des Heilig-Geistes- Konvents beauftragt für die Kalvarien und für die Betreuung der Pilger zu sorgen. Nach einem Jahr wurde das ganze Ensemble dem Dominikanerorden endgültig übergeben. 1670 wurde diese Übergabe in Rom vom Ordensgeneral bestätigt. Diese Aufgabe wurde den Dominikanern nicht zufällig anvertraut, sie kümmerten sich schon um die Kalvarien in Niederlitauen. Am 9. Juni 1669, zu Pfingsten, wurden die Kalvarien von Verkiai feierlich eingeweiht.

Obwohl nach dem Privileg des Bischofs A. Sapiega die Kalvarien für immer den Vilniusser Dominikanern übergeben waren, überließ 1675 der neue Bischof von Vilnius Mikalojus Pacas (1570-1624) sie den Dominikanern-Observanten aus Warschau, die der Kongregation des hl. Ludwig Bertrand angehörten. In demselben Jahr brannte das Ensemble ab. Die neuen Besitzer von Verkiai kümmerten sich um den Aufbau des Ensembles. 1700 wurde der Bau der neuen steinernen Kirche der Auffindung des Heiligen Kreuzes beendet. Auch das Kloster wurde aufgebaut. 1683 hatte man schon genug Geldspenden für den Bau einer steinernen Kapelle des Grabes Christi und eines steinernen Häuschens für die hl. Jungfrau Maria.

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