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18. Jahrhundert

Im Jahre 1701 wurde die Pfarrgemeinde von Verkiai gegründet und dem Schutz des heiligen Hyacinthus überwiesen. Dieser Heilige war unter den Dominikanern sehr populär. Um die Wende zum 18. Jh. Ist noch ein sakrales Ensemble errichtet worden – der sogenannte Trinapolis – Trinitarierkloster mit der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit, die als Filia der Domininkaner Kirche der Auffindung des Heiligen Kreuzes fungierte. Obwohl das Trinitarierkloster nicht zum Programm der Kalvarienstationen gehörte, ist seine Errichtung an diesem Ort nicht zufällig gewesen. Der Domininkanerorden kaufte von den Moslems die Gefangenen christlichen Glaubens aus und war eng mit dem irdischen Jerusalem verbunden. In seiner Glaubenspraxis widmen die Dominikaner viel Aufmerksamkeit dem Nachdenken über das Leiden Christi. 1720 wurde in Vilnius die Statue des das Kreuz tragenden Christi eingeweiht. 1710, in der Zeit der Pestepidemie, hatte man diese Statue in eine Kapelle von Šnipiškės gestellt. Diese Kapelle markierte den Treffpunkt, wo sich die Pilger vor ihrer Reise nach Jerusalem getroffen haben. Später wurde die Statue als wundertätig erklärt.

Im Sommer 1755 haben die Vilniusser Dominikaner ihr Recht auf die Kalvarien zurückbekommen. Sie kümmerten sich um den Bau einer neuen prächtigen Kirche, des Klosters und der 20 Kapellen. Die wichtigsten Sponsoren waren die Adeligen des Großfürstentums Litauen, Vilniusser Bischof und bedeutende Geistliche. Das Innere der Kirche wurde mit den Fresken geschmückt, die die legendäre Geschichte der Auffindung des Heiligen Kreuzes darstellen, Szenen aus dem Neuen Testament und die symbolischen Szenen, die eine besondere Hingabe für das Heilige Herz Christi schildern.
1772 wurden die Kirche der Auffindung des Heiligen Kreuzes und 20 Kapellen eingeweiht, obwohl der Bau des ganzen Ensembles noch nicht fertig war. 1793 wurde an der Kirche eine prächtige schön dekorierte Sakristei und am Kloster – ein geräumiges Refektorium gebaut.

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