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Der Altar des Gekreuzigten und andere Altäre

Nukryžiuojo altorius. Arnoldo Stasiulio fotografijaDer große Altar bzw. Altar des Gekreuzigten bildet das sakrale Zentrum der Kirche. Das ist die wichtigste Station des Kreuzweges zum Gedenken an den Tod des Erlösers. Der Altar ist an die Endseite des Presbyteriums angelehnt und nimmt fast die ganze Höhe und Breite ein. Im Zentrum des Altars hängt wundertätige Figur des Gekreuzigten aus dem 17. Jh. Von beiden Seiten zwischen den Säulen stehen vier Skulpturen, die die Heilige Jungfrau Maria, den Heiligen Johannes, den Heiligen Nikodemus und den Heiligen Joseph aus Arimathäa darstellen, die sich an der Abnahme des Körpers Jesu Christi vom Kreuz und an seinem Begräbnis beteiligt haben.

Oben im mittleren Teil des Altars hängt das Bild der Heiligen Helena mit dem Kreuz. Die Architektonik des Großen Altars ist eng mit der Gewölbemalerei verbunden: das über dem Altar gemalte Auge Gottes beendet die architektonische Struktur des Altars. Das ist die sogenannte „Gloria“. Sie verbindet die Skulptur des Gekreuzigten mit dem über ihm gemalten „Vera Ikon“ und noch höher erhebt sich der Engel mit dem Bild des dorngekrönten Herz Jesu. Der Blick und das Denken des Gläubigen richten sich vom Kreuzopfer und Leiden Christi auf die Barmherzigkeit und Liebe Jesu. Der Große Altar symbolisiert den Tod des Erlösers und ist zugleich die Gipfelstation des Kreuzweges. So werden die Gläubigen gefördert noch tiefer das Wesen des Todes Christi und der Eucharistie zu fühlen und die Anwesenheit Jesu „hier und jetzt“ zu erleben.

Die im Großen Altar hängende Figur des Gekreuzigten gilt seit alters her als wundertätig. Durch sie haben die Gläubigen viele Gnaden bekommen. Während des Großen Brandes wurde die Figur rußbeschmutzt, aber auf wunderliche Weise ist sie vom Feuer verschont geblieben. Man erwähnt, dass in der 2. Hälfte des 18. Jh. an die Figur des Gekreuzigten 60 Voten gehängt wurden. Sie sind noch auf den Fotographien des 19. Jh. zu sehen. Die lateinische Überschrift über der Figur – Non istum Christum sed Christum crede per istum – erinnert, dass die wahre Quelle der Gnade nicht die Skulptur, sondern unser Herr ist, den diese Skulptur darstellt. Im 18. Jh. haben die Dominikaner den Kult des Gekreuzigten verbreitet, indem sie Bilder mit dieser Skulptur drucken ließen und sie verteilten.

Mit dem Thema des Leidens Christi beschäftigt sich nicht nur der Große Altar, sondern auch der Altar des Nachsinnenden Christus. Im Altar der Schmerzhaften Mutter Gottes ist die Reliquie des Heiligen Kreuzes für die öffentliche Ehrung ausgestellt.

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